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Barrierefreiheit mit Shopware umsetzen

Ab Juni 2025 wird Barrierefreiheit für Webseiten in der EU Pflicht. Erfahre, warum barrierefreie Webseiten wichtig sind und wie das Shopware-Update 6.7 dich optimal auf die neuen Anforderungen vorbereitet. Nutze die neuen Features, um rechtzeitig und unkompliziert gesetzeskonform zu sein.

Barrierefreiheit mit Shopware umsetzen

Ab Mai 2025 tritt in der EU eine weitreichende Richtlinie in Kraft, die Betreiber von Webseiten verpflichtet, ihre Inhalte barrierefrei zugänglich zu machen. Ziel ist es, digitale Angebote für alle Menschen, insbesondere für Personen mit Einschränkungen wie Seh- oder Gehörproblemen sowie motorischen Beeinträchtigungen, zugänglicher zu gestalten.

Doch was bedeutet Barrierefreiheit im digitalen Kontext genau, und wie können sich Betreiber von Shopware-Shops schon jetzt darauf vorbereiten?

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Warum ist digitale Barrierefreiheit so wichtig?

Digitale Barrierefreiheit ist ein zentrales Element, um allen Menschen einen fairen und gleichberechtigten Zugang zu digitalen Inhalten zu gewähren. Eine barrierefreie Webseite ermöglicht es Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen, Informationen problemlos zu nutzen. Dies betrifft nicht nur Personen mit dauerhaften Behinderungen, sondern auch jene, die sich in situativen oder temporären Einschränkungen befinden. Beispielsweise kann eine dauerhafte Einschränkung eine Sehbehinderung sein, während eine situative Einschränkung entsteht, wenn jemand in heller Umgebung auf einem mobilen Gerät surft. Temporäre Einschränkungen können durch Verletzungen wie einen gebrochenen Arm entstehen, der die Nutzung eines Geräts erschwert.

Barrierefreiheit steigert nicht nur die Nutzerfreundlichkeit, sondern erweitert auch die potenzielle Zielgruppe, indem sie sicherstellt, dass alle Menschen die Inhalte erreichen können. Gleichzeitig verbessert sie die Suchmaschinenoptimierung (SEO), da Suchmaschinen barrierefreie Inhalte besser indexieren können. Eine digitale Präsenz, die die Prinzipien der Barrierefreiheit umsetzt, schafft zudem Vertrauen bei den Nutzern und signalisiert gesellschaftliche Verantwortung. Die wichtigsten Prinzipien der Barrierefreiheit umfassen die Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Robustheit der digitalen Inhalte.

Die vier Prinzipien der Barrierefreiheit

  1. Wahrnehmbarkeit: Inhalte müssen für alle Nutzer leicht erkennbar sein. Beispiele:Um die Wahrnehmbarkeit sicherzustellen, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:
    • Dauerhafte Einschränkung: Eine Person mit Sehbehinderung kann ohne Textalternativen für Bilder die Inhalte nicht wahrnehmen.
    • Situative Einschränkung: Jemand nutzt das Smartphone in hellem Sonnenlicht und benötigt kontrastreiche Inhalte.
    • Temporäre Einschränkung: Eine Person mit einer Augenverletzung hat für eine gewisse Zeit eingeschränkte Sehfähigkeit.
    • Bereitstellung von Textalternativen für Bilder und Multimedia-Inhalte.
    • Sicherstellung eines guten Kontrastverhältnisses zwischen Text und Hintergrund.
    • Vermeidung von rein farbbasierter Navigation.
  2. Bedienbarkeit: Alle Funktionen der Webseite müssen sowohl mit der Maus als auch mit der Tastatur zugänglich sein. Beispiele:Wichtige Kriterien zur Bedienbarkeit:
    • Dauerhafte Einschränkung: Eine Person mit motorischen Beeinträchtigungen kann ausschließlich die Tastatur nutzen.
    • Situative Einschränkung: Jemand hält das Smartphone mit einer Hand und kann keine komplexen Gesten ausführen.
    • Temporäre Einschränkung: Eine Person hat einen gebrochenen Arm und kann nur eine Hand verwenden.
    • Alle Funktionen müssen per Tastatur erreichbar sein.
    • Klare und konsistente Navigationsstrukturen.
    • Vermeidung von komplexen Gesten oder mehrfingrigen Aktionen.
  3. Verständlichkeit: Die Inhalte sollten in einer einfachen und klaren Sprache präsentiert werden. Beispiele:Zur Sicherstellung der Verständlichkeit sollten folgende Punkte beachtet werden:
    • Dauerhafte Einschränkung: Jemand mit kognitiven Beeinträchtigungen benötigt leicht verständliche Inhalte.
    • Situative Einschränkung: Eine Person nutzt die Webseite in einer lauten Umgebung und kann komplexe Inhalte nicht konzentriert erfassen.
    • Temporäre Einschränkung: Jemand ist müde oder abgelenkt und hat Schwierigkeiten, komplizierte Anweisungen zu verstehen.
    • Verwendung einer klaren und einfachen Sprache.
    • Eindeutige und verständliche Anweisungen.
    • Konsistente Navigationsmuster.
    • Bereitstellung von Hilfetexten bei komplexen Inhalten.
  4. Robustheit: Die Webseite muss mit unterschiedlichen Browsern, Betriebssystemen und assistiven Technologien kompatibel sein. Beispiele:Maßnahmen zur Sicherstellung der Robustheit:
    • Dauerhafte Einschränkung: Eine Person nutzt dauerhaft einen Screenreader und benötigt eine Webseite, die semantisch korrekt aufgebaut ist.
    • Situative Einschränkung: Jemand greift über einen weniger verbreiteten Browser auf die Webseite zu.
    • Temporäre Einschränkung: Eine Person hat vorübergehend Probleme mit der Internetverbindung und ist auf eine schnelle Ladezeit angewiesen.
    • Verwendung semantisch korrekter HTML-Elemente.
    • Regelmäßige Validierung des HTML- und CSS-Codes.
    • Kompatibilität mit Screenreadern und anderen assistiven Technologien.

Wie bereitet sich Shopware auf die neuen Anforderungen vor?

Shopware-Nutzer können beruhigt sein: Das Unternehmen hat die Bedeutung der neuen Richtlinien erkannt und wird mit dem Update auf Shopware 6.7 das Thema Barrierefreiheit umfassend umsetzen. Barrierefreiheit wird in dieser Version ein zentrales Element sein, um Shopbetreibern eine einfache und effektive Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zu ermöglichen.

Was bringt das Update auf Shopware 6.7?

Mit dem Rollout von Shopware 6.7 können Shopbetreiber von zahlreichen neuen Features profitieren, die die Einhaltung der Barrierefreiheitsstandards erleichtern. Dazu gehören:

  • Verbesserte Tastatur-Navigation: Nutzer können den gesamten Shop intuitiv und ohne Maus bedienen.
  • Screenreader-Unterstützung: Alle wichtigen Elemente und Inhalte sind für Screenreader optimiert.
  • Kontrastanpassungen: Die neue Version bietet Möglichkeiten, kontrastreiche Darstellungen zu gewährleisten, die insbesondere sehbehinderten Nutzern helfen.
  • Alternative Texte: Shopware stellt sicher, dass wichtige Inhalte wie Bilder und Grafiken mit alternativen Texten versehen werden können.
  • Navigationshilfen: Funktionen wie Sprungmarken und »Zurück zum Anfang«-Links erleichtern die Bedienung.
  • Fehlermeldungen: Eingaben in Formularen werden durch verständliche Fehlermeldungen und Korrekturvorschläge begleitet.

Fazit: Jetzt auf Shopware 6.7 vorbereiten

Für Shopware-Betreiber bedeutet die kommende gesetzliche Regelung keine Bedrohung, sondern eine Chance. Dank des geplanten Updates auf Version 6.7 wird das Thema Barrierefreiheit ganzheitlich angegangen – von der technischen Basis bis zur einfachen Umsetzung für den Endnutzer. Wer rechtzeitig auf Shopware 6.7 umstellt und die neuen Funktionen nutzt, kann sicher sein, dass er bis Mai 2025 bestens vorbereitet ist.

Barrierefreiheit ist mehr als eine gesetzliche Verpflichtung. Sie ist eine Investition in eine breitere Zielgruppe, bessere Nutzererfahrungen und ein positives Image des Unternehmens. Shopware-Nutzer dürfen sich darauf freuen, dass diese Herausforderung mit dem nächsten großen Update ganz unkompliziert gemeistert werden kann.

Marcel Krippendorf Profilbild Marcel Krippendorf
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